Wohnen in fremden Häusern

Nach drei Wochen im Campervan sind wir für die nächsten vier Wochen in einem Haus. Wir wohnen hier in den Tablelands, also im Hinterland von Queensland. Unser Haus ist etwa eine Stunde von der Stadt Cairns entfernt.

Wir haben zum ersten Mal auf einem Blog vom Housesitting gelesen und fanden diese Art zu Reise super spannend. Es ist noch näher bei den Einheimischen als das Airbnb, wo man ja auch in Häusern oder Zimmern von Einheimischen wohnt. Beim Housesitting passt man, wie beim Babysitting, auf das Haus auf. Oft muss man sich als Austausch für das Gratis-Wohnen auf die Haustiere oder den Garten kümmern. In unserem Fall heisst das, dass wir uns für die nächsten vier Wochen um die Blumen kümmern müssen, also jeden Tag giessen. Und das wars eigentlich schon. Keine grosse Arbeit also (ausser dass uns einige Pflanzen schon den Kopf hängen lassen, wir wissen nicht warum, wer also super Garten Tipps hat, nur her damit!).

Für uns eine ganz neue Erfahrung. Auch für die Eigentümer sind wir die ersten „Housesitter“. Das Haus, in dem wir jetzt leben, ist ein typisches australisches Erdgeschosshaus mit einem riesigen Garten und Garage. Wir haben uns für diese Zeit ein kleines Auto gemietet, das Haus liegt nämlich ziemlich weit weg von allem. Als Schweizer ist es auch ziemlich cool, wenn plötzlich grosse Echsen im Garten herum flitzen und Papageie in den Bäumen sitzen.

Jetzt könnte man meinen, uns wird es in diesen vier Wochen super langweilig. Bis jetzt geniessen wir aber einfach das Nichts-Tun und den Platz. Auch die Küche wird von uns sehr oft genutzt. Von selbst gemachten Cannelloni bis zu Zopf können wir endlich backen und kochen was in einem Camper einfach nicht möglich war. Wir haben auch unglaublich viel Zeit, Neues auszuprobieren.

Wir können uns gut vorstellen, öfters mit Housesitting Ferien zu machen. Wir haben dank Social Media auch viele andere Housesitters gefunden, die sogar nur so herumreisen. Denn Housesitting gibt es fast überall auf der Welt, auch in der Schweiz. Am Anfang jedoch ist es nicht ganz einfach ein Haus (oder eine Wohnung, denn auch das gibt es) zu finden. Die Eigentümer bekommen oft sehr viele Anfragen, denn kostenlos zu wohnen hat natürlich Unmengen von Vorteilen. Da nimmt man die nicht so zentrale Lage gern in Kauf. Wir hatten wohl einfach Glück, denn die meisten Housesitters haben dank vielen Aufenthalten schon einige Bewertungen und sind somit auch klar im Vorteil.

Wir sind also froh, dieses Haus hüten zu können und planen fleissig neue Abenteuer.  

Alles Liebe - RoSa

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das sind Robin und Sarah aus der Schweiz :-)