Kootenay & Yoho Nationalpark

Zu den Rocky Mountains gehören neben den eher berühmteren Nationalparks Jasper und Banff auch die kleinen Parks wie Yoho und Kootenay. Wir waren in beiden Parks sehr kurz, was einerseits daran lag, dass es echt langsam kalt in den Rockies wurde und andererseits waren auch schon viele Campingplätze geschlossen. So unternahmen wir vom Banff Nationalpark aus einen Tagesausflug zum Kootenay Park und fuhren anschliessend über Lake Louise am nächsten Tag durch den Yoho Nationalpark. Uns haben diese Besuche gereicht, man könnte aber natürlich auch in diesen beiden Parks viel länger bleiben und es gibt sicher Dinge, die wir verpasst haben. Aber das gibt uns nur einen Grund für ein Wiederkommen!  

Kootenay Nationalpark

Vorneweg: Wir fuhren nicht durch den ganzen Park, sondern nur bis zum Marble Canyon. Wenn man ganz durch den Park fährt, kommt man ganz am Schluss auf Radium, wo es auch Hot Springs (ähnlich wie in Banff) gibt. Da wir aber im Voraus ein bisschen auf Tripadvisor darüber gelesen haben, haben wir uns dagegen entschieden.

 

Wir fuhren also als erstes zu den lohnenswerten Paint Pots. Diese kurze Wanderung führt zu einem eisenhaltigen Fluss, welcher sich dank dem Eisen rostfarbig, ockerfarbig, senfgelb und viele weitere Farbnuancen, färbt. Die Farben wurden von den Einheimischen als Kriegsbemalung, Färbestoff für Tipis und Kleidung und zur Dekoration benutzt. Es war sehr eindrücklich wie man innerhalb von einem Quadratmeter so viele unterschiedliche Farbnuancen finden konnte.

Schade war, dass die Infoschilder schon sehr alt und verblichen waren, dass wir vieles nicht mehr lesen konnten und somit auch nicht ganz genau Bescheid wissen.

Wen es trotzdem noch mehr interessiert, hier findest du weitere Infos dazu.

Der zweite Stopp galt dem Marble Canyon. Es gibt viele Canyons in den Nationalparks und wir haben auch bei weitem nicht alle gesehen. Was wir wissen ist, dass zum Beispiel im Jasper Nationalpark der Maligne Canyon sehr berühmt und gut besucht ist. Doch der Marble Canyon steht diesem in nichts nach, wir finden ihn sogar noch etwas schöner. Und bei unserem Besuch waren auch bei weitem nicht so viele Besucher dort wie beim Maligne Canyon.

Man läuft über Brücken, Stege und angelegte Wege dem Canyon entlang, bis zu einem kleinen Wasserfall. Eindrücklich ist auch, dass rundherum abgebrannte Bäume stehen, da es im Kootenay Nationalpark einen sehr grossen Waldbrand gab. Man sieht die vielen neuen kleinen Tannen, aber eben auch noch die verkohlten Reste des Brandes.

 

Es gibt einige Campingplätze im Kootenay Park, die sicher sehr schön wären, aber wie erwähnt, waren viele auch schon zu und da wir auch den Yoho Nationalpark sehen wollten, mussten wir sowieso zurück und über Lake Louise, um durch diesen zu fahren.

Uns hat der kurze Ausflug in den Kootenay Nationalpark sehr gut gefallen und wir erhielten einen, wenn auch kleinen, Eindruck des Parks. Man könnte natürlich in diesem Park viel länger bleiben, als nur einen Tag.

Yoho Nationalpark

Auch für den Yoho Nationalpark brauchten wir einen Tag, wir fuhren aber einmal ganz durch den Park, weil dieser auf dem Rückweg nach Vancouver auf unserer Strecke lag. Auch dieser Park hat uns sehr gut gefallen und auch dort könnte (müsste) man länger als nur einen Tag bleiben.

Der erste Stopp für uns war der Viewpoint der Spiral Tunnels. Für uns als Schweizer nicht so spektakulär, da wir auch in der Schweiz Tunnel mitten durch Berge gebaut haben, die spiralförmig hinauf führen und weiter oben wieder aus dem Tunnel fahren.

 

Danach fuhren wir eine sehr steile Strasse hinauf zu den Takakka Falls. Diese Strasse ist nur im Sommer geöffnet. Nur schon die Fahrt lohnt sich und ist sehr abenteuerlich, aber auch mit einem Wohnmobil wie unseres gut zu bewältigen. Die Falls waren nett anzusehen, wir hatten in Island wohl eine Überdosis an Wasserfällen und deswegen waren wir nicht ganz so beeindruckt. Unsere Aufmerksamkeit wurde eher von den vielen verfressenen Streifenhörnchen in Anspruch genommen. Leider gibt es immer noch zu viele Touristen, die diese mit Schokolade oder ähnlichem füttern. 

Der nächste Stopp war für uns leider auch kein Highlight. Die Natural Bridge wird unserer Meinung nach ein wenig überbewertet. Vor allem hatte es, trotz Nebensaison, unendlich viele Touristenbusse vor Ort. Die Aussichtsbrücke ist auch nicht besonders klein und war somit schnell überfüllt. So richtig bewundern konnte man das Naturspektakel also nicht in Ruhe.

 

Was uns aber sehr gefallen hat, war der Emerald Lake. Dieser See liegt umgeben von Bäumen am Ende der Strasse und ist zwar auch ein beliebtes Touristenziel, dank der Grösse des Sees fallen einem diese aber eher weniger auf. Was aber sofort auffällt sind die wunderschönen Lodges direkt am See (könnten teuer sein, waren aber wirklich traumhaft schön!). Man kann verschiedene Wanderungen beim See unternehmen, unter anderem einmal um den See rum laufen. Auch wenn man nur ein kleines Stückchen spaziert, hat man schon einen ganz andern Blickwinkel auf den See und dessen Umgebung. Man kann auch Kanus mieten, welche aber super teuer sind!

Der Emerald Lake hat uns von allen Attraktionen, die wir besucht haben, am besten gefallen. Auch die Falls waren schön, dafür hat uns die Natural Bridge nicht wirklich umgehauen. Trotzdem gefiel uns der Yoho Nationalpark sehr. Leider haben wir die Wapta Falls verpasst, welche sich ganz am Schluss befinden. Dort soll es (laut Wikicamps) eine schöne Wanderung zu den Wasserfällen geben.

 

Ihr seht, wir waren nicht sehr lange in diesen beiden Parks und haben auch bei weitem noch nicht alles gesehen. Ein Besuch lohnt sich für beide Parks auch wenn man nur wenig Zeit hat sollte man einen kurzen Abstecher einplanen.  

Alles Liebe - RoSa

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Einen Blog ohne Social Media? Unmöglich! 

Hier findest du mehr von uns und unserer Reise!

RoSa On Tour

das sind Robin und Sarah aus der Schweiz :-)