Icefields Parkway: Dos & Don'ts

Die Strecke zwischen dem Jasper und dem Banff Nationalpark zählt zu einer der schönsten der ganzen Welt. Warum? Durch Bergpanoramas, Seen, Flüssen und unendlichen langgezogenen Wäldern schlängelt sich die Strasse, der Icefield‘s Parkway, und das Panorama ist einfach wunderschön.

Wir brauchten für die Strecke drei Tage, sie ist aber auch gut in einem halben Tag zu bewältigen, was aber bedeutet, unglaublich viel zu verpassen, aber dazu später mehr.

In diesem Beitrag wollen wir euch gerne den Icefields Parkway näher bringen und euch aufzeigen, was ihr unbedingt unternehmen und sehen müsst und welche Fehler man auch auf dieser Strecke machen kann.  

 

Der Icefields Parkway ist 230 Kilometer lang und erstreckt sich von der Stadt Jasper bis zur Ortschaft Lake Louise. Auf der Strecke fährt man nahtlos vom Jasper Nationalpark in den Banff Nationalpark (fast ohne es zu merken :-)). Unterwegs gibt es unzählige Fotostopps, die sehr gut ausgeschildert sind. Wir haben uns auch eine Karte im Infozenter von Jasper geholt. Neben den all den Sehenswürdigkeiten, die wir hier nicht auflisten (man kann wirklich alle paar Kilometer anhalten, bzw. die ganze Strecke ist schon eine Sehenswürdigkeit), gibt es aber aber Dos und Don‘ts also Dinge, die man unbedingt machen muss und Dinge, die man unterlassen sollte.  

Dos

Zeit nehmen

Für diese Strecke bräuchte man zwar nur etwa 3-4 Stunden, es wäre aber ein Fehler, einfach ohne Stopp durchzufahren. Man verpasst so viel! Unserer Meinung nach sollte man mindestens eine Nacht einplanen.

Uns haben die Zeltplätze Wilcox Creek und Mosquito Creek sehr gefallen. Der Wilcox Creek Campground liegt direkt beim Icefield Centre und der Mosquito Creek kurz vor Lake Louise. Beide Zeltplätze müssen bar und selbstständig bezahlt werden und sind vor allem im Sommer sehr beliebt. Man sollte also lieber ein bisschen früher dort sein, seinen Platz sichern und dann wieder losfahren. So haben wir es jedenfalls gemacht und haben den letzten Platz ergattert, obwohl wir schon im Herbst unterwegs waren. Beide Campgrounds lohnen sich, da sie mitten im Wald, umgeben von Bergen sind. Doch kalt kann es werden! Denn vor allem der Wilcox Creek Campground liegt direkt neben dem Gletscher und somit auf über 2000 Höhenmetern.

 

Auf gutes Wetter warten

Bevor wir im Jasper Nationalpark losfuhren, haben wir das Wetter angesehen. Denn die Strecke ist so viel schöner im Sonnenschein. Natürlich, wenn man ein straffes Programm hat und eben genau nur diese 2 Tage für den Weg hat, dann ist es eben so. Aber wenn du die Möglichkeit hast, auf gutes Wetter zu warten – warte! Es lohnt sich.  

Parker Ridge Trail

Dieser Trail befindet sich direkt an der Grenze vom Banff Nationalpark zum Jasper Nationalpark. Er gehört zum Banff und war die erste Wanderung die wir in diesem Nationalpark unternommen haben. Sie gehörte auch zu einer der schönsten, die wir gewandert sind. Vom Parkplatz aus wandert man gut 2,5 Kilometer hinauf, zuerst auf Waldwegen, später über Stock und Stein und dann bis ganz nach oben, bis man eine fantastische Aussicht über den Gletscher und die angrenzenden Berge hat. Etwa 2 Stunden haben wir für diese Wanderung gebraucht und die Aussicht ist wirklich sehr lohnenswert.

 

Tageszeit

Da diese Strecke, die einzige ist, welche die beiden Nationalparks verbindet, ist sie auch sehr beliebt. Das heisst: Unmengen von Touristenbussen, Wohnmobilen und Selbstfahrer fahren täglich auf dieser Strecke und halten auch an jedem möglichen Parkplatz. So fällt es einem manchmal schwer, die Landschaft zu geniessen, wenn man links und rechts ständig gefragt wird, ob man ein Foto machen könnte. Natürlich, wir gehören auch zu diesen Touristen und diese werden sich auch wegen uns nerven. Trotzdem – ein guter Tipp, die Touristenmassen zu umgehen, ist, entweder früh aufzustehen und einen Teil früh morgens zu machen oder auf den späteren Nachmittag zu warten. Beide Zeiten haben bezüglich dem Licht seine Reize, ein Sonnenuntergang kann genauso schön sein, wie das Morgengrauen. Wir waren meist bis nach Sonnenuntergang unterwegs und wurden gegen Abend immer weniger für Fotos gefragt :-)

Don'ts

Gletschertour auf dem Columbia Icefield

In Island haben wir eine fantastische Gletschertour unternommen. Während vier Stunden wanderten wir zu Fuss auf dem Gletscher und hatten wirklich die bester Erfahrung was Gletscher angeht. In Kanada kann man auch eine Gletschertour unternehmen, nur nicht zu Fuss, sondern auf einem riesigen Gletschermobil. Der grosse, schwere Bus, so genannt Snowcoach fährt mit den Touristen für 90 Dollar pro Person auf den Gletscher, lässt sie dort aussteigen und umherwandern und fährt dann wieder zurück. Wie jeder Gletscher schrumpft auch der Athabasca Gletscher jedes Jahr und eine Fahrt mit so einem Riesengefährt trägt wohl kaum zur Erhaltung des Gletschers bei.

Unserer Meinung nach sollte man, wenn man auf einen Gletscher möchte, dies zu Fuss tun und nicht mit einem Monstertruck.

 

Glacier Skywalk

Auch diese Erfahrung haben wir nicht gemacht und können trotzdem davon abraten. Wenn man auf dem Icefields Parkway fährt bietet sich überall eine Möglichkeit dieses spektakuläre Panorama zu bewundern. Ob man dann für diesen 1 Kilometer extra zahlen sollte, der einem auf einer (mit Glasboden) hängender Plattform zu diesem Panorama führt, sei dahingestellt. Liest man die Bewertungen auf Tripadvisor bestärkt sich unser Eindruck von aussen. Viele waren enttäuscht, da man diese Aussicht auch komplett gratis links und rechts des Skywalks findet.  

Insgesamt gefiel uns der Icefields Parkway sehr gut. Das Wetter hat perfekt mitgespielt und wir konnten das grossartige Panorama in vollen Zügen geniessen. Der Parker Ridge Trail war wirklich ein Highlight und ist unbedingt zu empfehlen! Also, nehmt euch genügend Zeit, plant Regentage ein und ihr werdet auch ohne Geld auszugeben eine wunderbare Erfahrung auf dieser Strecke haben.

Alles Liebe - RoSa

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