Mount Robson Provincial Park

Unser erster Stopp in den kanadischen Rocky Mountains war der Mount Robson Provincial Park. Nach dem Wells Gray Provincial Park freuten wir uns wieder auf einen Park, in dem wir wandern konnten und der nicht überladen mit Einkaufszentren, Motels, Werbungen und der gleichen war.  

Wir waren von Anfang an von dem Park begeistert, links und rechts die Berge, unendlich viele Wälder und der schönste Sonnenschein. 

Lest in diesem Beitrag alles über den Mount Robson Provincial Park und auch den berühmten Berg Lake Trail!

Campingplatz

Da der Robson Meadows Campingplatz online ausgebucht war, versuchten wir direkt dort unser Glück. Es gibt gegenüber noch den Robson River Campground und weiter im östlich den Lucerne Campground. Doch aufgrund der Bewertungen im WikiCamps wollten wir auf den Meadows Campground. Auch hier war der Campingplatz in Reservation und First-Come-First-Serve aufgeteilt. Als wir ankamen, sahen wir schon von weitem das „Campground Full“-Schild. Doch das hinderte uns nicht daran, einen Blick in den Campingplatz zu werfen. Wir stellten nämlich fest, dass wir wohl so früh dran waren, dass das Schild noch nicht abgehängt worden war. Es hatte noch einige Plätze und wir waren super froh, konnten wir einen schönen Platz ergattern. Der Campingplatz gehört im Nachhinein gesehen zu einem der schönsten, den wir in Kanada hatten. Wie eine Schnecke waren die Plätze mitten im Wald angelegt und er hatte neben Plumpsklos auch ganz normale WCs und Duschen. Gekostet hat er 28 Dollar, die man nur Cash zahlen kann.

Berg Lake Trail

Zweiter Stop war wie immer das Infozenter. Dort holten wir uns alle Infos über die Wanderwege, die im Mount Robson PP liegen. Der berühmteste ist wohl der Berg Lake Trail, der sich über insgesamt 44 Kilometer (hin und zurück) streckt. Unterwegs gibt es Zeltplätze, Feuer zu machen war wegen den Waldbränden verboten. Wir sind nur einen Teil des Trails gewandert, da wir kein Zelt und Equipment dabei hatten. Um den ganzen Trail zu laufen, muss man sich im Infozenter an- und wieder abmelden.

Leider haben wir den Fehler gemacht und sind vom Infozenter aus bis zum Start des Trails gelaufen. Das sind 2 Kilometer, die einfach nur der geteerten Strasse entlang laufen. Wir hätten diese Strecke mit dem Wohnmobil fahren sollen, denn beim Start befindet sich ein Parkplatz. Als wir endlich beim Start angekommen waren, waren wir dank den Temperaturen schon ziemlich durchgeschwitzt. Trotzdem wollten wir die Stunde bis zum wunderschönen Kinney Lake laufen. Die 4,5 Kilometer zum Kinney Lake verlaufen am Robson River entlang und sind dank dem Wald von der Sonne geschützt. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns und als wir beim Kinney Lake angekommen waren, regnete es und die Aussicht auf eine Spiegelung der Berge im See konnten wir vergessen.  

Wir machten uns dann schnell auf den Rückweg, da es schon ziemlich regnete. Als wir beim Parkplatz angekommen waren, hatten wir leider auch keinen Schutz der Bäume mehr und so mussten wir die letzten Kilometer im strömenden Regen bewältigen. Glück im Unglück: in der Hälfte nahm uns eine Frau im Auto mit, die die letzten vier Tage den gesamten Berg Lake Trail gewandert war. Sie fuhr uns direkt zum Campingplatz!

Zwei Tage später starteten wir einen zweiten Versuch. Die Sonne schien und wir waren schlauer und fuhren mit dem Wohnmobil direkt zum Startplatz. Im Sonnenschein macht sich der Kinney Lake einfach besser und die Spiegelung war wunderschön. Das reichte uns dann aber noch nicht und wir wanderten weitere 2,5 Kilometer bis zum ersten Campground. Von dort hat man einen ganz anderen Ausblick auf den See und die umliegenden Berge.

Diese Wanderung (auch wenn nicht der gesamte Berg Lake Trail) gehört für uns wirklich zu einer der schönsten, die wir gemacht haben (vielleicht auch weil wir sie zweimal gewandert sind). Irgendwann wollen wir wiederkommen und den gesamten Trail schaffen.  

Der Rest

Nach drei Nächten im Mount Robson fuhren wir weiter Richtung Jasper Nationalpark. Unterwegs machten wir einen Stopp bei den Overland Falls, dem Moose Lake und dem Yellowhead Lake. Wie alles in den Rocky Mountains ist jeder See und jeder Trail super gut ausgeschildert und wir stoppten einfach überall, wo es schön aussah (also eigentlich überall :-)). Der Mount Robson PP ist auch nicht besonders gross, sodass man schnell den Eingang zum Jasper Nationalpark erreicht.

 

Insgesamt hat uns der Mount Robson Provincial Park super gut gefallen. Highlight war natürlich die Wanderung zum Kinney Lake, aber auch der Robson Meadows Campground ist wirklich super schön. Wenn möglich, würden wir diesen im Voraus reservieren, am Wochenende (in unserem Fall war es auch noch ein verlängertes Wochenende für die Kanadier) muss man früh dort sein, um einen Platz zu ergattern. Es lohnt sich etwas länger zu bleiben, wenn das Wetter nicht mitspielt.  

Alles Liebe - RoSa

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