Abenteuer auf Vancouver Island

Unsere letzte Woche mit unserem Wohnmobil verbringen wir auf der Vancouver Island. In Horseshoe Bay fuhren wir am letzten Dienstag auf die riesige Fähre, die uns in 1 ½ Stunden nach Nanaimo, Vancover Island überführte. Um diese Jahreszeit ist nicht besonders viel los, einige Touristen und wenig Einheimische. Zur Ferienzeit oder während Feiertagen werden die Fähre und auch die schönen Campingplätze am Meer wahrscheinlich überfüllt von Festland-Kanadier sein, die ihre Ferien auf der Insel verbringen wollen. Übel nehmen kann man es ihnen auf keinen Fall, die Vancouver Island ist nämlich wirklich ein toller Erholungsort und jede Reise wert.

Da wir nur eine Woche auf der Insel sind, fehlt uns die Zeit, um ganz in den Norden der Insel zu fahren. Wir waren in der letzten Zeit genug unterwegs und bevorzugen nun lieber die kürzeren Strecken, weswegen der erste Campingplatz, direkt am Meer, nur wenige Kilometer von Nanaimo entfernt liegt. Das Wetter meint es gut mit uns und so sitzen wir in der Sonne und geniessen den Start auf der Insel.

 

Im Verlauf der Woche fahren wir an die Westküste, genauer gesagt nach Ucluelet. Das kleine Städtchen liegt direkt am Meer und besticht durch viele Surfshops, Motels mit „Seaview“ und Touristenshops. Surfen wollen wir auf jeden Fall, doch erst in Hawaii. Deswegen entscheiden wir uns für eine Sea-Kayaking Tour. Am späteren Nachmittag paddeln wir dann in unserem Doppelkajak in einer kleinen Gruppe mit zwei Guides am Meeresufer entlang. Es dauert überhaupt nicht lange, bis wir die ersten Tiere erspähen. Ein neugieriger Seehund streckt seinen Kopf aus dem Wasser und beobachtet unser Treiben. Wenig später haben wir noch mehr Glück: ein junger Schwarzbär traut sich ans Ufer, um nach Lachsen zu fischen. Die grossen Fische sowie kleine Krebse machen etwa 20% seiner Nahrung aus. Der Rest ist komplett pflanzlich. Ein Flexitarier sozusagen. Gespannt sitzen wir in unserem Kajak und beobachten den Bär, der sich von unserer Anwesenheit überhaupt nicht stören lässt.

 

Das Tier-Glück verlässt uns nicht, denn kurz darauf beobachten wir den schon lange gewünschten Weisskopfadler. Es sind sogar zwei, die weit oben in einer Baumkrone in ihrem Nest sitzen und über ihr Revier blicken. Ein faszinierender Anblick, wenn auch zu weit, um ihn mit einem Weitwinkelobjektiv zu fotografieren.

Auf unserer Kajaktour sehen wir später noch einen weiteren Schwarzbären, springende Lachse und ein Duzend Seelöwen. Soviel Wildlife in drei Stunden – das hätten wir nie gedacht! Ob das jetzt Glück oder die „normale“ kanadische Natur auf der Insel ist, wissen wir nicht.

Heute ist unsere zweitletzte Nacht in unserem Wohnmobil. Wir sitzen am Feuer, essen Reste und denken melancholisch an die letzten sechs Wochen.

Die Zeit ist tatsächlich wie im Flug vorbei gerast und uns wird bewusst, dass wir schon bald bei der Hälfte unserer geplanter Reisezeit sind. Doch ob wir im Januar, nach Australien, schon in die Schweiz zurück kehren das steht noch in den Sternen – oder auf dem Bankkonto.

Alles Liebe - RoSa

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das sind Robin und Sarah aus der Schweiz :-)