Willkommen im Camperleben

Seit nun 2 Wochen sind wir wieder im Camperleben angekommen. In Reykjavik haben wir uns einen kleinen roten Campervan gemietet und fahren damit (mit Abstecher) der Ringstrasse entlang. Diese Strasse führt einmal um die ganze Insel. Im Moment sind wir im Norden, wo es logischerweise noch kälter als sonst in Island ist. Gestern waren es 4 Grad und auch heute, obwohl die Sonne den ganzen Tag da war, kletterte das Thermometer nur auf 14 Grad. Die Nächte sind somit ziemlich kühl und das abendliche Wasserkochen für die Wärmflasche hat sich schon ritualisiert.

Das Leben von Campingplatz zu Campingplatz ist sicher nicht jedermanns Sache. Meist sind die Duschen und WCs nicht die saubersten, das Camperbett nicht so bequem wie eine normale Matratze und auch die Camperküche ist ziemlich eintönig (oder wir zu ideenlos, faul und ungeduldig?). Bis wir täglich bereit zur Abfahrt sind, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, da wir immer umbauen und jeden Tag aufs Neue aufräumen müssen.

Das alles klingt jetzt sehr negativ und schreckt einige vielleicht vor so einem Roadtrip ab. Doch eigentlich ist es ein ziemlich tolles Gefühl mit seinen fahrenden vier Wänden ein neues Land zu erkunden. Anhalten wo man will. Essen, schlafen, aufstehen wann man will. Die Route ändern und sich dem Wetter anpassen? Mit einer im Voraus gebuchten Unterkunft unmöglich. Gemütlich vor dem Camper sitzen, während in der kleinen Pfanne zwei Spiegeleier braten, mit einem Bier in der einen und dem Reiseführer in der anderen Hand, klingt ziemlich unbesorgt.

Unbesorgt, unwissend oder einfach frei – das sind Wörter, wie wir das Leben in unserem Camper beschreiben würden. Klar: kalt und eng ist es auch, doch ist nicht die Freiheit das, nach dem sich so viele sehnen?

 

Diese Zeilen schreiben wir eingekuschelt in unserem Schlafsack. Die Wärmflasche bei den Füssen und mindestens drei Schichten an Kleidung inklusive Mütze und Jacke halten uns warm. Natürlich könnte man mehr Geld für ein grösseres Wohnmobil mit Heizung und Strom ausgeben. Doch Island ist ein teures Pflaster und wir haben für unseren nächsten Stop, Kanada, wo wir sechs Wochen unterwegs sein werden, ein grösseres Wohnmobil gemietet.Übrigens geht es auch kälter: Nicht wenige sind hier nur mit dem Zelt unterwegs und werden von uns überhaupt nicht beneidet darum.

Nun freuen wir uns auf die letzte Woche in diesem wunderbaren Land. Heute schlafen wir in einem Nationalpark umgeben von hohen Schluchten. Die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi im Jökulsárgljúfur Nationalpark wird nicht umsonst „Grand Canyon“ von Island genannt. Gut schlafen werden wir auf jeden Fall, denn so ein Abenteuer macht auch ziemlich müde, sodass die Kälte manchmal zweitrangig wird.  

Alles Liebe - RoSa

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Einen Blog ohne Social Media? Unmöglich! 

Hier findest du mehr von uns und unserer Reise!

RoSa On Tour

das sind Robin und Sarah aus der Schweiz :-)