Der Reise-Koller im Gepäck

Wir sitzen gerade in einem Café in der Olympiastadt (2010) Whistler und haben keinen Bock. Keine Lust auf die Stadt, auf die vielen Leute, auf das Wetter, auf den Camper, auf die ständige Planerei und das lange Autofahren. Wir nennen es den Reise-Koller, man kann es aber auch einfach reisemüde nennen. Diese Tage gibt es, sie gehören dazu. Ein weit verbreitetes Vorurteil ist nämlich, dass man jeden Tag total viel erlebt, jeden Tag glücklich ist und es für immer und ewig so weiter gehen könnte. Leider ist das nicht so. Wie im „normalen“ Alltag gibt es Tage, da ist einfach alles blöd und man wünscht sich ein Sofa, einen TV und eine Staffel Simpsons.

Was macht man gegen diese Tage? Das ultimative Rezept dagegen haben wir noch nicht entdeckt. Meistens sitzen wir dann stundenlang irgendwo in einem Café oder im Camper und machen einfach nichts. Oder wenn wir Internet haben, hängen wir dort rum. Vielleicht fehlt uns aber auch einfach manchmal der Alltag. Eine Routine sozusagen, etwas an das wir uns halten können und das immer gleich ist.

 

Weil uns bei der letzten Reise so etwas auch passiert ist, wussten wir, dass wir eine Reisepause einplanen müssen. Deswegen werden wir in Australien auch ein fünfwöchiges Housesitting machen, wo wir während dieser Zeit an einem Ort sein werden und auf ein Haus aufpassen, während die Familie in den Ferien ist. Auf diese Zeit freuen wir uns genauso, wie auf die Camperzeit.

 

Schwierig ist auch, dass wir den Reise-Ärger nicht aneinander auslassen. Wenn man 24 Stunden zusammen ist, kennt man so ziemlich jede Schwäche des anderen und manchmal ist man richtig genervt voneinander. Wir sprechen das dann auch so aus, alles andere macht es nur noch schlimmer. Wir geniessen auch kurze Zeiten getrennt voneinander. Sarah geht ins Yoga, Robin frühstückt in der Zwischenzeit alleine. Klingt merkwürdig, doch es hilft! Auch haben wir getrennte Aufgabenbereiche. Während Robin fährt (und das ziemlich gut!), plant Sarah und kümmert sich um die Campingplätze. Robin betreibt das Blogdesign und macht die Bilder, während Sarah die Beiträge und Mails schreibt.

 

Wir sammeln hier so viele tolle Erfahrungen und auch die negativen Erlebnisse und die blöden Tage gehören dazu. Wir denken heute noch an einen extrem doofen Tag vor drei Jahren, als wir in Australien waren und einfach nichts zu klappen schien. Anschliessend holten wir uns bei einem kleinen indischen Imbiss das allerbeste Curry, das wir je gegessen haben und der Tag war gerettet. RoSa-Weisheit des Tages also: Jeder noch so doofe Tag hat etwas Gutes!  

Alles Liebe - RoSa

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RoSa On Tour

das sind Robin und Sarah aus der Schweiz :-)