Jasper Nationalpark - Unsere Highlights

Vom Mount Robson aus fuhren wir in den Jasper Nationalpark, den Grössten der Rocky Mountains. Dort verbrachten wir fünf Tage. Zwei davon waren leider starke Regentage, welche wir aber für den Blog, Waschen und „chillen“ :-) nutzten.

Trotzdem haben wir viel gesehen und unternahmen einiges. In diesem Beitrag gibt es Tipps für den Park und die Stadt Jasper (Essen!) und viele, viele Highlights, die du nicht verpassen solltest, wenn du in den Rocky Mountains bist.  

Der Campingplatz

In Jasper gibt es insgesamt 10 Campingplätze. Wir haben uns für den Platz Wapiti entschieden, der ca. 5,5 Kilometer südlich von der Stadt Jasper liegt. Direkt gegenüber liegt der Platz Whistler. Den Campingplatz Wapiti haben wir im Voraus gebucht, wie fast alles in den Rocky Mountains. So konnten wir beruhigt am Anreisetag an den Pyramid Lake und erst am Anfang in den vollen Campingplatz fahren. Wir haben uns für einen Unpowered (= ohne Strom, wie normaler Zeltplatz) Platz entschieden, weil das erstens günstiger ist und wir zweitens gar nicht unbedingt Strom brauchen. Die Heizung, das Wasser und das Licht funktionieren auch ohne Strom. Nur auf die Mikrowelle und die Steckdosen müssen wir verzichten.

Wir mochten den Platz sehr. Die Duschen und Toiletten waren sauber und unser Platz war von Bäumen umgeben. Mehr brauchen wir nicht für einen guten Campingplatz.  

Wanderungen

Wir haben im Jasper Nationalpark einige Wanderungen unternommen. Hier sind unsere Liebsten.

 

Maligne Canyon: Dort sind wir nach dem Canyon einfach weitergewandert, wo wir sofort alleine waren. Die meisten Touristen kommen nur, um den Canyon anzuschauen und gehen dann wieder. Wenn man aber ein bisschen weiterwandert und eine Rundwanderung daraus macht, wird man schnell ziemlich alleine sein. Die Bärenglocke kam vor lauter Einsamkeit sogar zum Einsatz!

 

Moose Lake Loop: Beim Maligne Lake wanderten wir zum Moose Lake hinauf. Diese kurze Wanderung führt durch einen Wald, wo wir auch mit Bärenglocke unterwegs waren. Wir hörten es überall rascheln und knacken, was uns ziemlich Bären-paranoid machte. Laut lärmend kamen wir dann beim Moose Lake an, wo wir die Glocke sofort einpackten, weil eine Elchkuh vor uns stand. Insgesamt haben wir zwei Elchkühe und ein Junges an diesem See gesehen. Wir waren am späteren Nachmittag unterwegs und hatten riesiges Glück!

Valley of five Lakes: Eine unserer Lieblingswanderung, die wir per Zufall entdeckt haben, da sie nicht in unserem (doofen) Reiseführer stand. Die Wanderung startet vom Icefields Parkway aus. Es gibt, wie überall, verschiedene Trails. Wir haben uns für den Loop entschieden, der an allen fünf Seen vorbei kommt. Man wandert ungefähr 1-2 Stunden (je nachdem wie lange man an den Seen verweilt). Die Aussicht auf die Seen ist wirklich fantastisch und bei heissem Wetter sollte man unbedingt die Badesachen dabei haben.

Mount Robson Provincial Park: An der Grenze zum Jasper NP (gehört eigentlich streng genommen nicht mehr zu Jasper) befindet sich der Mount Robson Provincial Park. Beim höchsten Berg der Rockies startet der Berg Lake Trail, ein mehrtägiger Trail zum Gletschersee Berg Lake. Wir haben den Anfang (6km, bis zum ersten Campingplatz) gemacht. Der Weg führt zum wunderschönen Kinney Lake, welcher, bei schönem Wetter, eine traumhafte Spiegelung des Bergpanoramas bietet. Der Trail startet direkt beim eigenen Parkplatz und nicht beim Informationszentrum! Diese Wanderung hat uns super gut gefallen, wir waren direkt zweimal dort, da es beim ersten Mal bewölkt war und wir somit die Spiegelung im See nicht erkennen konnten.

"Geheimtipps"

Eher weniger bekannt und auch weniger touristisch, aber trotzdem sehenswert! Vieles haben wir nicht von unserem (wie gesagt doofen) Reiseführer, sondern aus dem Wikicamps App!

 

Pyramid und Patricia Lake: Bei heissem Wetter perfekt zum Baden. Eine Brücke führt beim Pyramid Lake zur kleinen Insel und es gibt auch einige Wanderwege rund um die Seen. Wir haben für 40 Dollar ein Kanu gemietet und konnten in Ruhe in der Abendsonne herumpaddeln.

Horseshoe Lake: Dieser See eignet sich zum Klippenspringen und Baden und es gibt auch einen kurzen Wanderweg. Das Wasser ist sehr klar und man kann in Ruhe entspannen – viel los war bei unserem Besuch nämlich nicht.

 

Beauty Creek: Am Fluss entlang führt ein Weg in den Wald hinein, hinauf zu einem Wasserfall und einer wunderschönen kleinen Schlucht, die locker mit den bekannten Schluchten im Nationalpark mithalten kann. Einziger Nachteil: Auf Grund der nicht vorhanden Menschen und die einsame Stille ist hier wieder Bären-Paranoia angesagt!

Die Stadt Jasper

Wir haben es uns, nach den letzten Wochen Camperküche, in der Kleinstadt Jasper gut gehen lassen! Hier sind unsere Tipps:

 

Indisch: Jasper Curry Place

Für 20 Dollar pro Person (Mittag: 15 Dollar) gibt es ein hervorragendes All-you-can-eat-Buffet beim Jasper Curry Place. Bei insgesamt acht indischen Currys, waren fünf vegetarisch! Auch das obligatorische Naan fehlte nicht! Wir assen, bis uns schlecht wurde… :-)

 

Kaffee und Kuchen: Bear‘s Paw

Es gibt zwei Standorte dieser Bäckerei, die neben Brot auch super leckere Cupcakes, Cakepops und weitere Köstlichkeiten verkauft. Tee und Kaffee gibt es natürlich auch und in der etwas grösseren Filiale (Connaught Drive) gibt es auch gemütliche Sessel zum längeren Verweilen.

 

Super Internet: Bibliothek

Wir sind (leider) auf gutes Internet angewiesen, um den Blog nicht zu vernachlässigen und fleissig Instagrambilder zu posten. Auf der Suche nach gutem Internet sind wir in Jasper fast verzweifelt. Die Bibliothek war unsere Rettung. Schnelles Internet, gemütliche, ruhige Atmosphäre (ich liebe Bibliotheken) und ausgemistete Bücher, die man für eine Spende kaufen konnte.

 

Mittagessen: Raven‘s und Cafe Mondo

Beide Bistros bieten super leckere, vor allem vegetarische Speisen an. Im Cafe Mondo gibt es gefüllte Pitabrötchen, Hummus und Salate und im Raven‘s Bistro tolle Bowls mit Falafel und Quinoa.

 

Yoga: River Stone Yoga Jasper

Die Drop-In Klassen beim River Stone Yoga kosten 12 Dollar (plus 2 Dollar für die Miete der Matte). Nur schon der Preis überzeugt! Das Yogastudio ist in einem kleinen Raum mit einer noch kleineren Umziehkabine und bietet für etwa 10 Personen Platz. Der Gentle Flow ging eine Stunde und es war so toll, nach so langer Zeit endlich wieder Yoga zu machen! Die Yogalehrerin war sehr nett und man fühlte sich sehr wohl.

Es gibt im Jasper Nationalparks natürlich noch viele weitere Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Zum Beispiel sind die Athabasca Falls und die Sunwapta Falls sehr bekannt. Wir fanden die beiden Wasserfälle nicht sooo spektakulär. Auch ist die kleine Halbinsel im Maligne Lake eine Berühmtheit. Es kostet aber etwa 65 Dollar pro Person, um sie mit dem Motorboot zu besichtigen. Ziemlich blöd fanden wir den Glacier Skywalk und die angebotene Tour mit einem grossen Gletschermobil über den Athabasca Gletscher zu fahren. Beides bietet überhaupt kein Kanadafeeling, ist viel zu teuer und wird von Touristen überrannt. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Gletscher auch so schon genug leiden!

Den Mount Edith Cavell Trail hätten wir noch sehr gerne gemacht, man musste aber eine Erlaubnis für die Strasse hinauf haben. Diese Erlaubnis konnte man jeweils am Morgen von 8 Uhr beim Touristeninformationszentrum holen. Sie ist gratis, aber es gibt nur eine begrenzte Anzahl pro Tag. Leider stand diese Information nicht in unserem Reiseführer und auch sonst nirgends. Vielleicht gilt das auch nur für dieses Jahr, da im 2017 alle Nationalparks auf Grund des 150. Geburtstag gratis sind.

 

Hast du auch noch Geheimtipps für Jasper? Oder planst du deine Reise in die Rocky Mountains? Lass uns in den Kommentare davon wissen! Wir freuen uns über jeden weiteren Tipp...

Alles Liebe - RoSa

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