Happy Campers Island: Unsere Erfahrung

In Australien und Neuseeland waren wir vor drei Jahren mit dem Campervan unterwegs. Wir schätzen diese Reiseart sehr, da wir frei und unabhängig waren und weder an das Wetter noch an vorgegebene Reiserouten gebunden waren. Deswegen war uns von Anfang an klar, dass wir auch in Island einen Camper mieten würden. Anbieter gab es einige, da Island in den letzten Jahren klar an (verdienter) Beliebtheit zugenommen hat. Nach einiger Recherche haben wir uns für den Anbieter Happy Campers entschieden und wurden auch nicht enttäuscht. In diesem Beitrag erhältst du Infos über unseren Camper und wir schildern dir unsere Meinung.  

Modell und Ausstattung

Wir haben uns aus Kostengründen für den HAPPY 1 EX entschieden. Dieses eher ältere Modell (was, glaube ich, auch ein Auslaufmodell ist, da wir bei der Abgabe gefragt wurden, ob wir den Camper gleich kaufen wollen...) passte in unser Budget und für drei Wochen war es vollkommen okay. Wir hatten einen Fiat MODELL?? Ein kleiner, umgebauter Lieferwagen mit kleiner Kühltruhe, Abwaschbecken mit fliessendem Kaltwasser, ein Sofa, das sich zu einem Bett klappen liess (hat nicht immer von Anfang an super geklappt, viele Nerven gingen dabei verloren ;-)) und einigen Kochutensilien sowie eine mobile Herdplatte, die mit Gasflaschen betrieben wurde. Alles in allem sehr wenig Platz, man muss sich also ziemlich gern haben (was wir uns ja Gott sei Dank haben!). Im Camper hatte es auch ein kleines Licht und eine Heizung, die aber über eine externe Batterie läuft und die wir auch nur in besonders kalten Nächten brauchten. Der Camper hatte keinen Strom und so mussten wir unsere elektronischen Geräte immer während dem Fahren aufladen. Stauraum war hingegen gut vorhanden, sodass wir unsere Rucksäcke und den ganzen Krimskrams, den man so dabei hat, gut versorgen konnte.  

Preis

Wir haben für den Campervan für drei Wochen 2850 Euro gezahlt. Dazu gebucht haben wir zwei Campingstühle und einen Tisch sowie einen Converter, mit dem wir unsere elektronischen Geräte während der Fahrt aufladen konnten. Das alles kostete nochmals 70 Euro.

Eine Versicherung haben wir auch gewählt, da man wirklich nie weiss und wir beide auch absolut keine Ahnung mit Fahrzeugen im Allgemeinen haben. Wir haben uns für die Gravel Protection Versicherung entschieden, welche 285 Euro gekostet hat. Passiert ist zum Glück nichts, trotzdem wollten wir auf der sicheren Seite sein. 

Einen Zweitfahrer (wäre 35 Euro) haben wir nicht dazu gebucht, weil Robin die ganze Zeit gefahren ist.

Insgesamt haben wir für die Hochsaison also 3205 Euro gezahlt. Im Vergleich zu Australien ein Wucherpreis, aber Island ist ja auch kein günstiges Pflaster.  

Das Fahren

Das Auto hatte eine Gangschaltung und liess sich einfach fahren. Wer schon einmal einen Camper gefahren ist, wird damit keine Probleme haben, da es eher klein ist. Dank der Grösse fanden wir auch immer einen Parkplatz und auch in der Stadt war das Fahren kein Problem. Bei unserem Auto blinkte alle paar Stunden eine kleine rote Lampe, welche uns darauf hinwies, dass uns Motor bald versagen würde. Ziemlich angsteinflössend am Anfang! Doch nach einem kurzen Telefonat mit Happy Campers hat sich das schnell geklärt, wir konnten beruhigt weiter fahren und ignorierten von da an einfach die rote Lampe.  

Der Service

Ein sehr netter Mitarbeiter holte uns vom Flughafen ab, da der Abholort nicht direkt beim Flughafen selbst ist. Das Gebäude von Happy Campers sieht man von weitem. Es leuchtet in hellgrün und orange und man kann es wirklich nicht verfehlen. Die Übergabe verlief problemlos, man nahm alles ziemlich easy. Wir fühlten uns sehr wohl und gut aufgehoben. Uns wurde alles genau erklärt. Die Gefahren des Isländischen Wetters, die Strassenverhältnisse und natürlich das Auto an sich. Alles verlief sehr unkompliziert.

Auch die Rückgabe klappte ohne Probleme.  

Vor- und Nachteile des Autos

Warum wir uns überhaupt für dieses Auto entschieden haben, war der Preis. Da wir so lange wie möglich unterwegs sein wollen und wussten, dass Island eher teuer sein würde, entschieden wir uns für ein günstiges Modell.

Für drei Wochen war das auch völlig in Ordnung, doch gegen Ende wünschten wir uns schon ein wenig mehr Platz. Happy Campers hat einige grössere Modelle, die wir oft auf Campingplätzen sahen und die einen guten Eindruck machten. Würden wir wieder auf Island reisen, würden wir wahrscheinlich ein grösseres Modell nehmen. Auch Freunden, die nur eine Islandreise machen, würde ich ein grösseres Auto von Happy Campers empfehlen.

Trotzdem war es okay für uns. Klar, das Auto war nicht das Neuste, die Sitze waren fleckig und das Sofa liess sich nicht immer einwandfrei umbauen. Doch wir haben uns ja auch nicht auf ein Luxuswohnwagen eingestellt, sondern wussten, was wir buchten. Dafür war es wendig und praktisch zum fahren. Es ist immer eine Frage der Einstellung.  

Fazit

Wir würden Happy Campers auf jeden Fall weiterempfehlen und würden auch wieder dort buchen. Die unkomplizierte Art, der gute Service und auch das Fahrzeug überzeugten uns. Die Autos erkennt man schon von Weitem und machen gute Laune. Wir sahen einige Happy Campers unterwegs.

Wer nicht das allerkleinste Budget hat, kann zum Beispiel auch das Modell HAPPY 1 (das Beliebteste) mieten, für Familien oder Personen, die mehr Platz brauchen gibt es auch den HAPPY 3.  

Hast du dich schon für einen Camper entschieden oder konnten wir dir bei deiner Entscheidung helfen? Dann lass es uns doch in den Kommentaren wissen. Wenn du das Auto noch in Videoform sehen möchtest, kannst du auch gerne das Islandvideo ansehen!

Alles Liebe - RoSa

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Kommentare: 1
  • #1

    Leonie (Freitag, 05 Oktober 2018 20:42)

    Huhu :) ich möchte mit meiner besten Freundin im April 2019 eine einwöchige Islandreise machen und habe mich gerade euphorisch an die Planung gemacht! Dein Beitrag hat mir sehr geholfen, Danke! Werden wahrscheinlich den Happy1 mieten! Liebe Grüße vom Leonie:)

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