Grosses Tierglück in Kanada

Wir sind nun schon zweieinhalb Wochen in Kanada unterwegs. An unser riesiges Gefährt haben wir uns langsam gewöhnt und schätzen den Platz enorm. Hunderte von Kilometer sind wir gefahren und sind im Moment in den Rocky Mountains, genauer gesagt im Jasper Nationalpark. Unterwegs haben wir schon viel erlebt und gesehen.

Im Wells Gray Provincial Park haben wir unseren ersten Schwarzbären gesehen. Gemütlich trottete der grosse schwarze Bär über die Strasse und liess sich von uns überhaupt nicht stören. Wir genossen zum Glück den Schutz von unserem Camper. Bei jedem Wanderweg und in jedem Touristeninformationszentrum wird nämlich auf die Gefahr der Bären in Land hingewiesen. Wie man sich in Gegenwart eines Bärs verhalten muss und wann der Bär wirklich aggressiv ist (dann ist es für jedes Verhalten eh zu spät). Auch sollte man auf Wanderungen immer genügend Lärm machen, um den Bär nicht zu überraschen. Wir haben uns eine Bären-Glocke gekauft, welche fröhlich an unserem Rucksack bimmelt, während wir unterwegs sind. Klingt nervig, ist aber irgendwie beruhigend, wenn man mutterseelenallein durch die Wälder Kanadas wandert und man plötzlich überall ein rascheln und knacken hört (könnte natürlich wieder eine Maus sein).

 

Bei unserer letzten Wanderung waren wir also laut lärmend unterwegs zu einem kleinen See, bei dem es angeblich viele Elche zu sehen gibt. Beim See angekommen stoppten wir abrupt, da tatsächlich so ein Elch vor uns im See stand. Die Bären-Glocke war schnell eingepackt und auf leisen Sohlen schlichen wir zum See. Dort sahen wir, dass wir bei weitem nicht die einzigen waren, welche die Elche beobachteten und sich wahrscheinlich schon über das laute Gebimmel geärgert hatten. Wir hatten grosses Glück, denn wir sahen zwei Elchkühe und ein Junges. Friedlich standen und badeten sie im See und liessen sich überhaupt nicht von den Zuschauern und dem Knipsen der Kameras stören.

 

Der Bär gehört zu Kanada wie die Kuh zur Schweiz. Die Kanadier sind sich der Gefahr bewusst und haben sich dementsprechend eingerichtet. Das heisst, bärensichere Abfalleimer, Warnschilder und sichere Proviantboxen auf den Campingplätzen. Nie kämen sie auf die Idee, einen Bären zu jagen und wegen der Gefahr für den Menschen, zu erschiessen.

Neben dem Bären und den Elchen sahen wir auch schon Hirsche und Wapitis, viele Eichhörnchen und Streifenhörnchen und Steinböcke. Auf der Liste stehen jetzt noch der Weisskopfadler und ein Elchbulle.

 

Heute ist aber zuerst einmal Bürotag in der Kleinstadt Jasper. Draussen regnet es ungemütlich und wir nutzen den Tag um unsere Wäsche zu waschen und einmal auszuspannen. Hoffentlich wartet morgen das nächste Wildtier auf uns.  

Alles Liebe - RoSa

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