3 Wochen Island - Unsere Reiseroute mit Abstecher

Die drei Wochen in Island sind wie im Flug vorbei gegangen. Wir haben so viel erlebt und gesehen. 1533 Bilder geschossen, unzählige GoPro Videos aufgenommen und noch viel mehr Erinnerungen in unseren Köpfen gespeichert. Dieses Land würden wir jedem empfehlen, es ist für einen Roadtrip absolut perfekt geeignet und braucht dank der Ringstrasse, die einmal um die Insel führt, auch nicht unbedingt so viel Planung. Auch wir haben vordergründig die Ringstrasse gemacht, aber auch kleine Abstecher und Alternativrouten unternommen. Wie das alles genau ausgesehen hat, erfährst du in diesem Beitrag.

Falls du vorhast, nach Island zu reisen, findest du viele detaillierte Infos in diesem Beitrag. Von Strassennamen und Sehenswürdigkeiten ist alles dabei. Falls dich einfach unsere Reise interessiert: Wir sind auf der Strasse 1, der Ringstrasse, einmal um die Insel gefahren. Dabei haben wir Abstecher an die Küste und ins Inland gemacht. Einige Strassen (F-Roads), unter anderem das Hochland, darf man nur mit einem 4x4 befahren, welchen wir nicht hatten. 

Die Westfjorde gehören nicht zur Ringstrasse und benötigen ungefähr 4-5 Tage zusätzlich. Auch der Golden Circle mit dem berühmten Geysir gehört nicht zur Ringstrasse, ist aber so nah an Reykjavik, dass er oft besucht wird. 

So und jetzt gehts los mit den Infos und den Bildern! 

Start: Reykjavik

Wir sind am Anfang unseres Trips in die Hauptstadt Reykjavik. 24 Stunden haben wir dort ungefähr verbracht und es hat unserer Meinung nach auch gereicht. Was wir dort genau gemacht haben, erfährst du in diesem Beitrag hier. Nur soviel: die Stadt ist wirklich super für den Start!

1. Etappe: Golden Circle

Insgesamt sind wir ungefähr zwei Tage im Golden Circle gewesen. Natürlich kann man, wie überall in Island, viel länger an den Orten verweilen. Es gibt in der isländischen Natur so viel zu sehen und zu entdecken, das drei Wochen nie ausreichen werden. Für uns waren diese zwei Tage aber genau richtig, da es im Golden Circle, wegen der Nähe zu Reykjavik und den unzähligen Touren und Busse, die man dorthin unternehmen kann, sehr viele Touristen hat. Die erste (sehr kalte) Nacht in unserem Campervan verbrachten wir also im Nationalpark Pingvellir. Am nächsten Tag besuchten wir die Schlucht Almannagja, den berühmten Geysir und den Wasserfall Gullfoss. Überall waren wir bei weitem nicht allein und hätten wir das vorher gewusst, hätten wir wohl eher gegen den Abend die Sehenswürdigkeiten besucht.

Highlight dieser ersten Etappe waren aber nicht die vielen Naturspektakel sondern ein bestimmtes Tier: auf unserem Weg zum zweiten Campingplatz ist nämlich eine Eule vor unserem Camper vorbeigeflogen!  

Den berühmten Geysir kann man ohne Touristen fast nicht fotografieren.
Den berühmten Geysir kann man ohne Touristen fast nicht fotografieren.

2. Etappe: Der Süden

Die nächsten drei Tagen waren sehr ereignisreich. Wir haben sehr viel gesehen, da sich im Süden ein Highlight nach dem anderen reiht. In diesen drei Tagen sind wir vom Golden Circle auf der Ringstrasse bis nach Höfn gefahren. Wir hatten so viel Energie, dass wir wirklich immer weiter gefahren sind und da es erst um 11 Uhr abends richtig dunkel wird, waren wir auch fast so lange unterwegs. Ein Highlight auf dieser Strecke war auf jeden Fall die Gletscherwanderung auf dem Vatnajökull Gletscher. Doch auch der Gletschersee, das Kap Dyrholaey und der Skogarfoss waren sehr sehenswert.  

3. Etappe: Der Osten mit Abstecher

Von Höfn aus sind wir an einem (sehr kalten und windigen) Tag bis zum Lögurinn-See gefahren. Dieser See befindet sich im Westen in der Nähe von Egilsstadir. Wir waren also einen ganzen Tag unterwegs über schlängelnde Strassen an der Küste entlang. Die Strecke ist wunderschön, zieht sich jedoch, da es – im Gegensatz zum restlichen Süden – eher weniger „Sehenswürdigkeiten“ hat. Natürlich in Anführungs- und Schlusszeichen: die ganze Landschaft ist eine Sehenswürdigkeit. Man könnte alle 100 Meter anhalten und kommt aus dem Staunen fast nicht mehr raus.

Der See Lögurinn ist abseits der Ringstrasse und das merkt man am Campingplatz sofort. Er ist viel weniger besucht und das war nach den Touristenmassen der letzten Zeit sehr erholsam. Der Campingplatz an sich ist ein Besuch Wert, da er so schön am See gelegen ist. Sehr lohnenswert ist auch die Umrundung des Sees mit Abstecher zum Hengifoss. Um zum Hengifoss zu gelangen, wandert man ungefähr eine Stunde und sieht dann den knapp 120 Meter hohen hängenden Wasserfall in seiner vollen Pracht.  

Wir entschieden uns danach noch an die Westküste zu fahren. Auch diese Strecke liegt nicht auf der Ringstrass. Wie wir unterwegs schnell merkten, führte uns unser Weg über eine sehr steile Passstrasse, die nur im Sommer offen ist und eigentlich nur für Geländewagen geeignet. Da es aber keine F-Road war, hielt uns das nicht davon ab, sie zu befahren. Oben auf dem Berg, mitten auf dieser Passstrasse war uns wegen dem starken Wind nicht ganz mehr so wohl und wir wollten einfach so schnell und sicher wie möglich wieder nach unten. Zum Glück sind wir heil in Bödvarsdalur angekommen, wo wir die Nacht auf einem kleinen Campingplatz verbrachten, bis wir über die S85 (keine Passstrasse!!) wieder zurück zur Ringstrasse gekommen sind. Dieser Abstecher war eine Erfahrung wert, die Aussicht auf dem Pass war natürlich fantastisch, mit grösserem Auto aber noch viel schwieriger zu meistern und bei kleinem Zeitbudget auch nicht unbedingt notwendig.

4. Etappe: Der (einsame) Norden

Bis Hvammstangi haben wir 8 Tage gebraucht. Einerseits haben wir wegen dem Wetter den ein oder anderen Halbtag eine Pause eingelegt, andererseits wurde uns bewusst, dass wir noch genug Zeit haben. Ausserdem hat es im Norden deutlich weniger Touristen, es ist aber auch deutlich kälter. So haben wir nach zwei Wochen Reisen das erste Mal die Heizung ausprobiert. Ein paar Mal sind wir hier von der Ringstrasse ab, da sich viele Sehenswürdigkeiten abseits der Ringstrasse befinden und es sich wirklich lohnt, hier Abstecher einzuplanen. Die gesamte Gegend um Myvatn ist sehr sehenswert und wir haben zwei Tage dort verbracht. Neben dem Dettifoss (es gibt hier eine östliche und eine westliche Strasse zum Dettifoss. Die Westliche ist asphaltiert, die Östliche nicht. Falls man nur den Dettifoss besuch möchten, sollte man unbedingt die asphaltierte Strasse nehmen, da die andere unzählige Schlaglöcher aufweist!), sollte man unbedingt den Namafjall, die Krafla und die Dimmuborgier besuchen. Auch war nach einem besonders kalten und regnerischen Tag ein Bad im Naturbad Myvatn absolut perfekt – auch wenn es teuer war (die Blue Lagoon beim Golden Circle haben wir übrigens nicht besucht).  

Von Myvatn sind wir nach Husavik (Whale Watching) und einen zwei Tage später in den Nationalpark Vatnajökull (Exklave) gefahren, wo wir eine super schöne Wanderung auf den Klippen des Canyon zum Asbyrgi unternommen haben.

Von hier aus sind wir wieder über Husavik nach Akureyri gefahren, eine der grössten Städte Islands. Nach so langer Zeit in der Natur war so viel Zivilisation auf einmal ein kleiner Schock für uns und nach einem Tag fuhren wir weiter nach Varmahlid und auf den schönsten Campingplatz in Grettislaug mit Hot Pool! Wir machten in dieser Region auch eine Ausritt und fuhren ein Stück zurück auf der Halbinsel Tröllaskagi. Man kann auch die Ringstrasse von Akureyri direkt verlassen, um nur an den beiden Halbinseln entlang weiter zu fahren. Siglufjördur ist der nördlichste Ort Islands und hat uns mit Sonnenschein und schönem Café empfangen. Wieder zurück durchquerten wir die zweite Halbinsel Skagi, um dann wieder in Blönduos auf die Ringstrasse zu gelangen.

Dieser sind wir dann gefolgt, bis wir sie kurz verlassen haben, um in Hvammstangi zu übernachten.

Obwohl es im Norden deutlich weniger Touristen hat, merkt man auch hier, dass wenn man die Ringstrasse verlässt und einen Campingplatz abseits davon sucht, es viel weniger andere Reisende hat und die Plätze auch günstiger werden.  

5. Etappe: Die Westfjorde und die Halbinsel Snaefellsnes

Die letzten fünf Tage verbrachten wir zum Teil in den Westfjorden und auf der super schönen und sehr sehenswerten Halbinsel Snaefellsnes.

Wir haben die Westfjorde nicht von Norden aus umrundet, sondern sind von Süden her nur einen Teil bis zum Dynjandifoss gefahren. Die Westfjorde sind anstrengend zu befahren, da sie sehr kurvig und weit sind. Wir haben eine Nacht dort verbracht, bevor uns die Suche nach einer Waschmaschine von den Fjorden wieder zurück gezwungen hat. Die Westfjorde sind wunderschön und allein schon eine Reise wert! Auch der Dynjandifoss zählt zu den schönsten Wasserfälle des Landes.  

Anschliessend fuhren wir auf die Halbinsel Snaefellsness. Diese Halbinsel sollte unbedingt besucht werden. Zwei Tage dafür reichen aus, um die ganze Insel einmal zu umrunden. Diese Halbinsel spiegelt Island im Kleinformat wieder. Sie besitzt einen Gletscher, ein wunderschönes Bergpanorama, Lavaformationen und natürlich eine felsige Küste. Uns hat vor allem die Wanderung zu den Felsen Londrangar und dem Leuchtturm Malarrif gefallen.

 

Über die alte Ringstrasse (die neue Ringstrasse führt durch einen 6km langen Mauttunnel) sind wir dann am höchsten Wasserfall Islands wieder zurück nach Reykjavik gefahren. Die letzte und teuerste Nacht haben wir auf dem Campingplatz Reykjaviks verbracht, der ziemlich voll und auch nicht besonders schön ist.  

Rückblickend hätten wir wahrscheinlich 1-2 Tage länger im Süden verbracht, weniger im Norden und wären die Westfjorde ganz gefahren. Doch trotzdem war es doch eine perfekte Einteilung, da wir am Anfang viel mehr an einem Tag gemacht haben wie gegen den Schluss. Der Osten hat unsere Meinung nach am wenigsten zu „bieten“ und im Norden und Westen hat es am wenigsten Touristen. Fährt man von der Ringstrasse ab und auf einen Campingplatz, der nicht direkt an der Ringstrasse liegt, zahlt man deutlich weniger und hat auch deutlich mehr Platz. Der Golden Circle ist nicht unbedingt ein Highlight und mehr als 2 Tage würden wir dort nicht verbringen. Dafür ist die Halbinsel Snaefellsness ein Muss!

 

Hast du auch noch Tipps für Island oder planst du deine Reise dort hin?

Lass es uns in den Kommentaren wissen!  

Alles Liebe - RoSa

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