Das altbekannte Heimweh

Heimweh ist etwas, was wir beide kennen. Freunde und Familie, die vertraute Umgebung und die Gewohnheiten von zu Hause vermisst man auf Reisen natürlich immer irgendwie. Auch wenn wir uns bewusst für so eine lange Zeit entschieden haben und auch sehr gerne hier sind, gibt es Momente, in denen wir uns nichts sehnlicheres wünschen, als sich mit der Familie zu treffen und gemeinsam zu essen.

 

Apropos Essen: Nach den Liebsten ist es wohl das, was wir so vermissen, wie nichts anderes. Den Käse, das Brot und die Auswahl an Jogurts! Das Lieblingsmüesli und das Gemüse, dass direkt aus der Schweiz kommt. Hier gibt es Heidelbeeren aus Polen zu kaufen, obwohl Island voll von diesen süssen blauen Beeren ist.

Manchmal auf Wanderungen stellen wir uns vor, was wir alles kaufen würden, hätten wir einen Schweizer Supermarkt um die Ecke. In diesem virtuellen Einkauf würde sich in unserem Einkaufswagen die feinsten Sachen stapeln, die wir vielleicht nicht einmal kaufen würden, wären wir in der Schweiz. Der Spruch, „man will immer das, was man im Moment nicht haben kann“, zeigt sich dann besonders.

 

Ein klein wenig vermissen wir auch das Schweizer Wetter. Bzw. den Schweizer Sommer. Klar, wir wussten, dass das Wetter hier kalt und windig ist. Dass die Sonne nicht oft scheint und wir haben auch dementsprechende Kleidung eingepackt. Trotzdem schauen wir jeden Morgen aus unserem Fenster, den Blick nach oben, um die Sonne zu suchen. Meist ist sie hinter einen grauen Wolkendecke versteckt. In der letzten Zeit ist auch der Wind so stark, dass wir uns fast nicht aus dem Auto trauen. Der isländische Wind trägt auch nicht selten zu Unfällen oder Autoschäden bei. Mit einer Windstärke von 35 km/h war der Wind gestern wirklich so stark, dass wir uns dagegen lehnen konnten. Wir verbringen jeden Tag draussen und sind dem Wetter mehr oder weniger ausgeliefert. Wenn es da einfach jeden Tag grau, nass, kalt und windig ist, vergeht einem irgendwann die Laune.

 

Das alles ist Jammern auf sehr hohem Niveau, das wissen wir. Wir sind sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, zu reisen. Wir lieben es, neue Länder kennen zu lernen und auch die Eigenschaften des Landes, wie das Wetter, die Bräuche und Sitten, gehören natürlich dazu. Trotzdem merkt man in solchen Momenten, was man an zu Hause hat und auch warum wir nie auswandern würden. Die Schweiz hat so viel zu bieten und das wird einem meist erst in der Ferne klar vor Augen geführt.

Also, liebe Leserinnen und Leser, geniesst für uns ein Stück Gruyère mit frischem Brot, wir denken an euch, während wir aus dem Fenster schauen und die rauen Klippen der Westfjorde betrachten. Etwas, was der Schweiz nämlich fehlt, ist das Meer, auch wenn es zu kalt zum Baden ist.  

Alles Liebe - RoSa

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das sind Robin und Sarah aus der Schweiz :-)