3 wunderschöne Wanderungen auf den Färöer Inseln

Als wir uns für die Färöer Inseln entschieden haben, wussten wir, dass es wahrscheinlich Wanderferien sein würden. Wir haben uns auch auf viel Regen, Nebel und kalte Temperaturen eingestellt und somit auch nach diesem Schema die Rucksäcke gepackt. Alles traf ein, doch hatten wir trotzdem noch unglaubliches Wetterglück – denn bei allen Wanderungen, die wir unternommen haben, hat sich die Sonne gezeigt!

In diesem Beitrag stellen wir euch unsere drei Lieblingswanderungen vor.

Der höchste Berg der Inseln

880 Meter hoch ist der Slaettaratindur und somit der höchste Berg von Färöer. Für uns Schweizer eigentlich gar nicht so hoch. Trotzdem war die Wanderung hinauf ziemlich anstrengend. Mit dem Auto fahren wir zum Startpunkt, wo auch ein Parkplatz ist – sonst hat es dort nichts! Eidisskard heisst der Ort, wo wir unsere Wanderungen beginnen. Über eine kleine Leiter klettern wir über den Zaun beim Parkplatz und dann geht es schon los. Der Weg ist nicht ausgeschildert, es hat einfach einen Trampelpfad, der sich nach oben schlängelt. Leider hat es nicht nur einen Pfad sondern mehrere, sodass wir nach kurzer Zeit keinen Pfad mehr sehen und einfach irgendwie nach oben klettern müssen. Das ist gar nicht so einfach, denn der Berg ist sehr steil, steinig und hat lockeren Kies, sodass wir aufpassen müssen, wo wir hintreten. Es ist sehr rutschig und man kann sich nicht wirklich irgendwo festhalten, da man sich nicht sicher sein kann, welche Steine locker sind und welche einem Halt geben.

Schweisstreibend vor Anstrengung aber auch ein bisschen vor Respekt haben wir es dann über dieses Geröll geschafft und finden den richtigen „Weg“. Der Weg ist nun nicht mehr so steil, trotzdem sehr schmal. Auf der rechten Seite ist der Berg und auf der linken Seite geht es steil hinunter. Also wirklich nichts für Personen mit Höhenangst! Der Weg ist eigentlich gut zu wandern, wäre da nicht der tückische Wind! Der Wind ist so stark, dass wir uns einige Male hinsetzen müssen, um nicht weg geblasen zu werden! Der Wind bläst uns so stark entgegen, dass wir mit dem Gleichgewicht kämpfen. Dass man sich auch hier nirgends fest halten kann und es so steil nach unten geht, macht das ganze auch nicht einfacher!

Fast hätten wir aufgegeben, doch die Aussicht oben soll ja fantastisch sein! Das letzte Stück ist wieder mit ziemlicher Kletterei verbunden. Oben angekommen ist die Aussicht wirklich wunderschön, doch geniessen können wir sie nicht. Da es weiter oben noch mehr windet, können wir fast nicht aufrecht stehen. Vor dem Abstieg graut es uns. Zum Glück ist dieser weniger schlimm als erwartet, da man von oben den Trampelpfad sehr gut erkennen kann.

Alles in allem ist es eine anstrengende aber lohnenswerte Wanderung mit wunderschönem Ausblick. Das Wetter sollte hier aber nicht nur klar und trocken sein, sondern auch windstill.  

Start/Ziel: Eidisskard

Dauer: Ca. 2 Stunden

Länge: ca. 4 Kilometer

Schwierigkeit: Mittel

Highlight: Aussicht vom höchsten Punkt von den Inseln

Schwierigkeiten: Das Wetter beachten, gutes Schuhwerk, schwindelfrei sein

Schwindelfrei zum Leuchtturm

Diese Wanderung ist unsere Lieblingswanderung von allen drei. Sie befindet sich auf den Nordinseln, genauer gesagt auf der Insel Kalsoy. Um zur Insel Kalsoy zu gelangen muss man die Fähre nehmen, welche von Klaksvik fährt (Hier sind alle Abfahrtszeiten). Ist man auf der Insel, fährt ein Anschlussbus direkt zum Startpunkt der Wanderung. Man kann auch mit dem Auto auf die Fähre und somit selbst auf der Insel fahren. Es hat aber einige einspurige dunkle Tunnels und es ist auch einmal schön, die Landschaft zu geniessen, während man nicht selbst fahren muss. In Trollanes angekommen, ist es nicht schwierig, den Start zu finden, da diese Wanderung sehr beliebt ist (für Färöer Verhältnisse bedeutet das einige Menschen, aber nie ganze Wandergruppen oder Touristenbusse!). Am Schafsstall vorbei erreicht man schnell die Wiese und ist sogleich auf dem gut getrampelten Pfad. Die Aussicht ist fantastisch. Man sieht die höchste Klippe Europas und wandert gemütlich auf der Schafsweide. Somit begegnen einem immer wieder einmal Schafe, die zufrieden grasen. Nach ungefähr einer Stunde (mit vielen Fotostopps) erreichen wir den Leuchtturm. Das Wetter meint es gut mit uns und der blaue Himmel strahlt. Vom Leuchtturm aus führt ein dünner Weg (nur was für Schwindelfreie! Links und rechts geht es steil bergab!) zur Klippe nach vorne. Wir wagen uns über den Weg zum Aussichtspunkt und erleben einen fantastischen Ausblick auf den Atlantik, die umliegenden Inseln und auf den Leuchtturm. Einige Papageientaucher lassen sich auch blicken und somit ist die Wanderung ziemlich perfekt für uns. Der Weg zurück läuft wie geschmiert und auch der Bus ist pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk!

Start/Ziel: Trollanes auf der Insel Kalsoy

Dauer: Ca. 2 Stunden

Länge: ca. 6 Kilometer

Schwierigkeit: Einfach

Highlight: Aussicht!! Gemütliche Wanderung mit schöner Umgebung und Tierwelt.

„Schwierigkeiten“: Die Insel Kalsoy ist nicht mit einem Tunnel an die anderen Inseln verbunden, man muss die Fähre benützen. → Nur der letzte Teil ist nicht für Personen mit Höhenangst, der Rest geht gut!

Klippen und Aussicht bis zum Horizont

Diese Wanderung ist nahe dem Flughafen Vagar und somit einer der ersten Eindrücke, die man von der Insel hat – sofern man mit dem Flugzeug anreist. Von weitem sieht man schon einige Menschen am See entlang wandern oder wie Ameisen auf der Klippe stehen. Diese Wanderung kann man von zwei Orten beginnen oder als Rundwanderung begehen. Wir sind mit dem Auto auf der Hauptstrasse von Midvagur Richtung Flughafen unterwegs. Kurz nach Midvagur sieht man auf der linken Seite den grössten See von den Inseln. Man sieht mit Sicherheit auch einige parkende Autos am Strassenrand, von wo die Wanderung beginnt. Am See entlang über Stock und Stein wandert man bis zur Klippe. Der Aufstieg zur Klippe ist in Ordnung – man ist ziemlich schnell oben! Von oben sieht man bis zum Horizont und die gegenüberliegende Klippe und das tosende Meer ist unglaublich!

Zurück kann man entweder genau den gleichen Weg wandern oder man nimmt den Pfad der Richtung Midvagur geht. Dieser Weg ist auch sehr schön, da man den See noch von weiter oben sieht und somit nochmals eine schöne Aussicht geniesst. Wir haben beide Wege gemacht, der Weg vom Parkplatz am Seeufer zu Midvagur ist nicht ziemlich weit, aber nicht besonders schön, da er direkt am Strassenrand verläuft.

Insgesamt ein „Must Seen“ auf den Färöern! Und bitte nicht zu nah an die Klippen, einigen Touristen konnten wir überhaupt nicht zusehen, wie unvorsichtig sie so nahe am Klippenrad, wenige Zentimeter am Abgrund, hin und her gehüpft sind!

Start/Ziel: Ausfahrt/Parkplatz ausserhalb des Dorfes Midvagur oder Dorf Midvagur: einfach der Beschilderung folgen

Dauer: Ca. 2 Stunden

Länge: Rundweg ca. 11 Kilometer

Schwierigkeit: Einfach

Highlight: Klippenwanderung, Aussicht über den Atlantik

Schwierigkeiten: Touristenleichtsinn!


Lasst uns wissen, ob ihr eine der Wanderungen gemacht habt und was ihr darüber denkt! Die oberen beiden Wanderungen haben wir aus dem sehr empfehlenswerten Reiseführer Färöer von Alexander Wachter. Heute geht es weiter nach Island, wo wir bestimmt auch einige Wanderungen machen werden!

Alles Liebe - RoSa

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